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Nachtaufstieg auf Ross- und Buchstein

Morgens um zwei ist die Welt noch in Ordnung, vor allem wenn man aufstehen kann und einen wunderbaren herbstlichen Bergtag vor sich hat. Gesagt getan – aus dem Bett gequält denn schon um drei haben wir uns getroffen zur gemeinsamen Abfahrt in Richtung Tegernsee. So etwa um vier Uhr morgens sind wir dann gestartet, mein Rucksack enthält etwa 19 Kilo und davon geht das meiste auf die Fotoausrüstung.

 

 

Sebastian Schmuttermaier - Nachtaufstieg auf Ross- und Buchstein Der Aufstieg durch den nächtlichen Wald war wenig spektakulär, eher extrem feucht. Diese Feuchtigkeit zehrt extrem an der Kondition, es ist nahezu unmöglich die eigene Hitze weg zu schwitzen. Die gesättigte feuchte Waldluft nimmt schlicht und ergreifend keine weiter Feuchtigkeit mehr auf.
Auf dem Foto links seht ihr mich, direkt beim Abmarsch. Die Hirnbirn hat gute Dienste geleistet und dank LED Technik reicht auch bei voller Leuchtstärke ein Satz Batterien (oder wie bei mir: GePe Akkus) völlig aus. Nach einem flotten Aufstieg haben wir recht schnell die Tegernseer Hütte erreicht. Sie liegt wunderbar ähnlich einem Adlernest auf dem schmalen Grat zwischen Ross- und Buchstein. Von der Terasse aus hat man einen herrlichen Blick und nicht selten erreichen Seilschaften direkt vom Fels aus die Terrasse.

Wir schwenken allerdings direkt von der Tegernseer Hütte links auf den flacheren Rossstein und stehen alsbald auf dem Gipfel. Wenn ihr gedacht habt wir sind hier morgens um 5:00 Uhr alleine, dann täuscht ihr euch. Auf der Tegernseer Hütte haben wohl auch einige den gleichen Gedanken wie wir: hoch auf den Gipfel zum Sonnenaufgang. So stehen wir bald zu zehnt am Gipfelkreut als sich der Himmel langsam zu verfärben beginnt.

Was nun beginnt ist eines der wunderbarsten Spektakel. Langsam erhellt sich der Himmel, erst ein dunkles Blau das langsam heller wird. Unten im Tal wabert der Nebel wie langsam fließende Watte in Richtung Tegernsee. Der Himmel bekommt mehr und mehr rot, orange und schließlich strahlt die Sonne über die umliegenden Gipfel und auf den Nebel. Ein wunderbarer Tag beginnt und wir packen langsam die Stative wieder ein. Wir wollen ja noch rüber auf den Buchstein.

Also zunächst wieder runter zur Tegernseer Hütte und direkt dahinter in einer steilen Felsrinne wieder hochgeklettert. Auf dem Gipfel des Buchsteins ist deutlich weniger los und wir stehen hier lediglich zu viert am Gipfelkreuz. Mir gefällt es hier deutlich besser, aber für ein schönes Motiv zum Sonnenaufgang fehlt die Hütte als Vordergrund.

Bitte auf das Bild klicken um das Panorama zu starten!

 

Wir lassen uns unser Frühstück schmecken und spazieren gemütlich zurück ins Tal zum Auto.

 

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Am Ende der Tour stehen knapp 9km auf dem Tourentracker in einer recht respektablen Gehzeit von 3:16 Stunden.