Hinteres Sonnwendjoch

Hinteres Sonnwendjoch

Die Wanderung auf das hintere Sonnwendjoch ist für mich der perfekt Abschluss des Bergjahres gewesen. Nach einem heißen und langen Sommer kam ein wunderbar goldener Herbst, der uns immer nochmal einen Tag und nochmal ein Wochenende mit gutem Wetter geschenkt hat.

Also sind wir an einem relativ sonnigen Morgen von München aus mit dem Auto gestartet. Die Fahrt auf der A8 in Richtung Bayrisch Zell ging noch relativ gut voran (und ja, das ist schon untypisch für diese Route), aber die Landstraßen bis zur Alm haben sich dann doch gezogen. Besonders der letzte, auf der österreichischen Seite gelegene Teil der Mautstraße war zäh. Man überlegt schon mehrmals ob man noch auf dem richtigen Weg ist der sich da in schmalen Serpentinen den Berg hinauf schraubt. Oben angekommen steigen wir aus und stellen fest das der Wind doch stärker ist als erwartet.
Trotzdem starten wir los und nehmen zunächst einen breiten Fahrweg in Richtung Gipfel.

Vorbei an einigen, vermutlich privaten, Almen geht es langsam über die Baumgrenze nach oben. An einem kleinen Bankerl biegen wir links ab und gehen über Almwiesen auf einem nun schmaler werdenden Steigerl. Dieses windet sich immer mehr nach links in Richtung eines Grates. Der Wind wird immer stärker, und gelegentlich peitscht er uns so ins Gesicht das uns das atmen schwer fällt.

Wir übersteigen den Grat, wenden uns zunächst nach links um dann in einem weiten Rechtsbogen durch Latschen auf den Gipfel zu steigen.

Auf dem Gipfel stellen wir fest das durch den Wind eine traumhafte Sicht auf die umliegenden Berge herrscht. Dafür ist das Sonnwendjoch bekannt: es ist eine wirklich schöne Aussichtskanzel. Aber dieser Wind… Er pfeift um das Gipfelkreuz und heult in dessen Stahlseilen das uns Angst und Bange wird. Selbst der Felsbrocken in den das Kreuz einbetoniert ist wackelt dabei. Ich mache schnell ein Panorama und schon befinden wir uns wieder auf dem Abstieg.

Beim Abstieg haben wir dann zwar immer noch mit dem starken Föhnsturm gekämpft, aber er hat uns auch einige wunderbare Lichtstimmungen und schnell flitzende Wolken beschert. Innerhalb von Minuten, ja beinahe schon Sekunden haben sich neue Lichthöfe und Strahlen gebildet. Ein Fest für einen Fotografen! In etwa so stelle ich mir Island vor, vielleicht mit weniger Bergen.

Bleibt von diesem Tag: ein wirklich schöne, aber kurze Tour. Wahrscheinlich ist sie im Sommer sehr überlaufen und am Gipfel stapeln sich die Wanderer. Die Tour eignet sich auch hervorragend im Winter um mit Schneeschuhen zu laufen. Ebenso könnte ich mir einen Nachtaufstieg vorstellen oder ein Sommerbiwak. Daher glaub ich das ich sicherlich nicht das letzte Mal auf diesem Gipfel stand!

		
Rotwand und Taubenstein

Rotwand und Taubenstein

Die Rotwand – ein alter Klassiker und ein Must-Have aller Bayrischen Bergbegeisterten!

Wir sind bereits im November, das heist es ist nicht mehr so lange hell, die Schatten werden länger und es ist tagsüber nicht mehr so warm. Aber gerade im November bieten sich meist mit die schönsten Wanderwochenende an. So auch dieses Jahr und wir beschlossen uns einen gemütlichen Spaziergang auf die Rotwand zu gönnen. Gesagt, getan. Mit dem Auto zuerst über Miesbach und Schliersee in Richtung Bayrisch Zell. Dann rechts ab und hoch auf den Spitzingsattel. Dieses mal haben wir die Taubensteinbahn genutzt und uns bequem hochtragen lassen. Nach der Gipfelstation geht es auch schon ein wenig steil bergauf und bald steht mam auf den Gipfelfelsen des Taubensteines.

(mehr …)

Seebensee und Coburger Hütte

Seebensee und Coburger Hütte

Der Seebensee ist meiner Meinung nach einer der schönsten Gebirgseen die wir in der näheren Umgebung haben. Es ist zudem genau die richtige Portition Anstrengung erforderlich um ihn zu erreichen. Das sorgt an dafür das es hier oben auch an heißen Tagen nicht allzu überlaufen ist. Aber von vorne:

Den Seebensee erreicht man über die Ehrwalder Alm. Man fährt also entweder mit der Ehrwalder Almbahn von Ehrwald aus hoch, oder nimmt sich die Stunde für den Fußmarsch bis zur oberen Station. Von dort führt ein gemütlicher Hochweg rüber zur Seebenalm, und in einer weiteren Viertelstunde zum Seebensee. Dieser liegt so wunderbar eingerahmt in einem Hochtal und strahlt in türkisen Farben das es schon fast kitschig und unwirklich ist. An seiner linken Seite vorbei führt der Weg weiter zu einem kurzen knackigen Anstieg auf die Coburger Hütte. Diesen Anstieg sollte man noch mitnehmen, bietet sich doch von dort oben ein wunderbarer Ausblick auf den Seebensee in Richtung Zugspitze und den rückwärtig liegenden Drachensee. Eine traumhafte Aussicht die ihr unten in den Kugelpanoramen auch genießen könnt. Nach einer Stärkung auf der Coburger Hütte geht es gemütlich wieder nach unten zurück…

 

 

Panoramarundblick von der Coburger Hütte aus auf Drachensee und Seebensee

Bitte auf das Bild klicken um das Panorama zu starten!

 

 

Panoramarundblick von der Coburger Hütte aus auf Drachensee und Seebensee

Bitte auf das Bild klicken um das Panorama zu starten!

 

Lost Places

Lost Places

Lost Places

Sogenannte „verlorene Plätze“ oder eben lost Places üben ja eine eigenartige Faszination auf uns aus. Inmitten unserer urbanen, hektisches und vollen Städte zeigt uns Mutter Natur dann doch immer wieder wie vergänglich alles ist. Und eben nichts ist für die Ewigkeit! Ein von Menschen erschaffenes Gebäude aus Stahl, Ziegel und Beton ist genauso dem Verfall preis gegeben wie alles andere auch. (mehr …)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen