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Antiquarium der Residenz

Jedes Jahr zieht es Millionen Touristen aus der ganzen Welt nach München. Doch neben dem Hofbräuhaus, der Wiesn (Oktoberfest) und dem Eisbach bietet die bayrische Landeshauptstadt auch einige Architektonische Schmankerl.

Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Antiquarium errichtet und als Erweiterung der herzoglichen Antikensammlung und als Bibliothek genutzt. Wenig später erfolgte die Umgestaltung als Festsaal. Nach dem zweiten Weltkrieg war das Tonnengewölbe weitgehend zerstört, und auch in den folgenden Jahren setzten Feuchtigkeit und Mangel in der Bausubstanz den Gemälden schwer zu. Unter der Leitung von Otto Meitinger wurde das Antiquarium neu aufgebaut und wird nun heute noch von der bayrischen Staatsregierung für Empfänge genutzt.

Der unten gezeigte Rundgang durch das Antiquarium und Teile der anliegenden Residenz entstand aus mehreren hundert Einzelbildern und soll den aktuellen Zustand dokumentieren und einladen, diesen Ort selbst zu besichtigen. Für kleines Geld kann man hier in den Prunk vergangener Tage eintauchen, danach schmeckt das Bier im Hofbräuhaus oder am Dom gleich noch viel besser!

Bei den beiden gezeigten Bildern handelt es sich um interaktive Kugelpanoramen. Mit gedrückter Maustaste kann innerhalb der Panoramen navigiert (gedreht und geneigt) werden. Halbtransparente Pfeile am Boden bieten die Möglichkeit sich virtuell innerhalb von den Gebäuden weiterzubewegen. Mit einem Klick auf diese Pfeile lädt das nächste Panorama nach. Mit dem Scrollrad der Maus kann in den Panoramen gezoomt werden um, z.B. im Antiquarium, einzelne Teile der Deckengemälde zu betrachten.

Cuvilliestheater

Mitte des 18. Jahrhunderts brennt ein feuriger Bühnenzauber das gesamte Hoftheater nieder. Daraufhin wird der Architekt Francois Cuvillies von Kurfürst Max III mit dem Bau eines Rokokojuwels beauftragt, und er zeigt uns bis heute eine grandiose Architektur. Zudem lernt Cuvillies aus der Flammentragödie und errichtet ein Schmuckkästchen mit extra dicken Mauern und einem Löschsystem das es ermöglicht Wasser bis in den Dachstuhl zu transportieren.

Im Jahr 1944 wird in einer Nacht- und Nebelaktion die geschnitzte Logenverkleidung demontiert – kurz bevor das Haus durch Spreng- und Brandbomben zerstört wird. Erst im Jahr 1956 entschliesst man sich das „Cuvi“ neu errichtet. Pünktlich zur 850 Jahrfeier der Stadt München, im Jahr 2008, wird es renoviert neu eröffnet und steht seitdem als Spielstätte sowie als Museum um Veranstaltungsraum den Münchner Bürgern wieder zur Verfügung.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen eine Blogroll von Phototravellers.de über die schönsten Reiseziele innerhalb Deutschlands. Da ich meist lediglich Natur fotografiere freue ich mich besonders diesmal etwas urbane und geschichtsträchtige Architektur mit „in den Ring“ werfen zu können.

Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß beim lesen und betrachten.

Weiterführende Informationen zum Antiquarium der Residenz auf Wikipedia.

Noch mehr Infos zum Cuvilliestheater auf Wikipedia.

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